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5. Geeignete Auszubildende werben

Es gibt verschieden Möglichkeiten, um die Auszubildenen auf das Unternehmen aufmerksam zu machen. Die folgende Abbildung bietet eine Übersicht über die häufigsten Wege des Ausbildungsmarketings.

Praktika und Ferienjobs

Zu den besten Wegen, Auszubildende für das Unternehmen zu gewinnen, gehören Praktika und Ferienjobs. Der junge Mensch kann feststellen, ob das Unternehmen und die Tätigkeiten seinen Vorstellungen entsprechen.

Viele Schüler, die während ihres Praktikums gut betreut wurden, können sich vorstellen, auch später in dem Unternehmen zu arbeiten. Und auch der Betrieb profitiert von einem Praktikum. Er erhält einen wesentlich besseren Eindruck als es Schulnoten ermöglichen:

  • Passt der Auszubildende menschlich in den Betrieb?
  • Ist er hilfsbereit, pünktlich und ehrlich?
  • Kann er gut mit Kunden umgehen?
  • Lernt er schnell und ist handwerklich geschickt?
  • Gehören Selbständigkeit und Engagement zu seinen Stärken?


Mit folgender Checkliste lässt sich überprüfen, ob die wichtigsten Aspekte eines Betriebspraktikums berücksichtigt wurden.

Betriebsbesichtigungen und Tage der offenen Tür

Auch Betriebsbesichtigungen und Tage der offenen Tür sind gut geeignet, um junge Menschen für eine Ausbildung zu interessieren. Potenzielle Auszubildende können sich unverbindlich informieren und bekommen ein klares Bild des Betriebs. Wenn derzeitige oder frühere Auszubildende integriert und Produkte vorgestellt werden, wirkt ein Betrieb besonders glaubwürdig. Darüber hinaus geben die Mitarbeiter dem mitunter anonymen Unternehmen ein Gesicht.

In Zusammenarbeit mit regionalen Schulen können auch Schulklassen zu einer Exkursion eingeladen werden. In jedem Fall sollte Informationsmaterial mit den wichtigsten Informationen ausliegen:

  • Allgemeine Informationen zum Betrieb
  • Beschreibung der Ausbildungsberufe mitsamt den dazugehörigen Tätigkeiten
  • Wichtige Termine (z.B.: Berufsinfobörsen, Bewerbungsfristen oder Teilnahme am Girls Day)
  • Ansprechpartner
     

Individuelle Ausbildungsangebote

Um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen, können auch verschiedene Formen der Berufsausbildung angeboten werden, die dem Leistungsstand der (potenziellen) Auszubildenden entsprechen. Mit individuellen Ausbildungsangeboten für leistungsstärkere und leistungsschwächere Jugendliche kann das Reservoir an zukünftigen Fachkräften deutlich besser ausgeschöpft werden.

Inhalte des Ausbildungsmarketings

Unabhängig davon, für welche Maßnahme man sich entscheidet, die Inhalte des Ausbildungsmarketings sind wichtig: Potenzielle Auszubildende sollten möglichst umfassend über den Betrieb und den Ausbildungsplatz informiert werden. Da die meisten Schulabgänger über keine oder bestenfalls geringe Erfahrungen im Arbeitsleben verfügen, sollten sie aufgeklärt werden über:

  • Den Betrieb, die Produkte und das Betriebsklima
  • Die Ausbildungsberufe und die damit verbundenen Tätigkeiten
  • Den Arbeitsalltag konkret
  • Die Eignungsvoraussetzungen
  • Die Übernahmewahrscheinlichkeit und die betrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten


Hier gilt es, eine Balance zwischen seriösen Angaben und einer möglichst anschaulichen Darstellung zu finden. Erfahrungsberichte von Beschäftigten oder ehemaligen Auszubildenden sind sicher spannender, als bloßer Fachjargon. Wichtig ist, dass die jungen Menschen den Betrieb und die Ausbildungssituation unmittelbar erleben können.

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