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3. Wie baut man Kontakte zu Hochschulen auf?

Hochschulen öffnen sich in den letzten Jahren verstärkt gegenüber der Wirtschaft und der Berufswelt. Sie verfügen über Anlaufstellen und Medien, die Unternehmen bei der Suche nach Personal unterstützen können.

Kontaktaufnahmen für Stellenangebote, Jobs und Praktika

  • Career Center
    Hierbei handelt sich um Hochschuleinrichtungen, die Studierenden und jungen Absolventen Beratung und Unterstützung für den Weg ins Berufsleben bieten. Eine zentrale Aufgabe ist die Herstellung von Kontakten zu Arbeitgebern (Stellenangebote, Praktika). Aus diesem Grund sind Career Center stark daran interessiert, Stellen- oder Praktikumsangebote von Unternehmen einzuholen und an Studierende zu vermitteln.

  • Zentrale Studienberatung
    Die Beratung zur Gestaltung des Studiums wird zunehmend verknüpft mit der Entwicklung beruflicher Einstiegsmöglichkeiten und Perspektiven. Hierbei ist die Kontaktaufnahme mit potenziellen Arbeitgebern von Bedeutung. Vor diesem Hintergrund können Firmen ihre Profile darstellen, sowie Praktikums- und Jobangebote an die Studienberatung weitergeben.

  • Studentische Initiativen
    Es gibt in den Hochschulen auch von Studierenden ausgehende Initiativen, die für den Brückenschlag von Studium und Beruf sorgen. Auch sie bilden einen potenziellen Ansprechpartner für Ihr Unternehmen. AStA oder auch Fachschaften an den Hochschulen können Ihnen dabei behilflich sein, solche studentischen Career Services zu finden.

  • Hochschulteams der Arbeitsagenturen
    Die Hochschulteams sind Ansprechpartner für Studierende und Absolventen, die Orientierung, Beratung und einen Einstieg in die Arbeitswelt suchen. Sie betreiben Jobbörsen per Internet. Mit Stellenangeboten und Praktikumsplätzen können Sie sich an diese Einrichtung wenden. Die Arbeitsagenturen sind interessiert daran, Kontakte mit Unternehmen aufzubauen, die Studierenden Einblick in ihr Haus bieten wollen.

  • Öffentlichkeitsarbeit
    Unternehmensinformationen zum Beispiel mit Praktikums- und Jobangeboten können auf vielfältige Weise in der studentischen Öffentlichkeit verbreitet werden. Zu nennen sind etwa Flyer, Aushänge, Anzeigen in Hochschulmedien, Einträge in universitätseigenen Praktikumsbörsen, der Austausch von Links zwischen Hochschule und Unternehmen. Solche Aktivitäten sollten mit der Universität, zum Beispiel der Öffentlichkeitsarbeit, abgesprochen werden. Als alleinige Aktivitäten des Kontaktaufbaus gehen diese Maßnahmen in der Informationsvielfalt leicht unter. Die größte Wirksamkeit haben die Maßnahmen, wenn sie andere Kontaktmaßnahmen flankieren.

Kontaktaufnahme mit Fachbereichen und Lehrstühlen

Für fachlich stark spezifizierten Personalbedarf und längerfristige Austauschbeziehungen mit Hochschulen (frühzeitige Personalbindung) empfehlen sich direkte Kontaktaufnahmen mit Fachbereichen und Lehrstühlen.

  • Studiendekane
    Ansprechpartner können Studiendekane von Fachbereichen sein, in deren Aufgabenbereich Studienberatung fällt. Sie sind an Praxiskontakten im Rahmen der Studienorganisation interessiert.

  • Lehrstuhlinhaber
    Wenn Sie bei Ihren Recherchen einen Lehrstuhl ausfindig gemacht haben, der auf für Ihr Unternehmen passenden Gebieten tätig ist, dann kann eine Kontaktaufnahme und Gespräche mit Vertretern des Lehrstuhls längerfristig Früchte tragen: Über die Lehrstühle können Studierende, Absolventen und Doktoranden sukzessive in Ihr Unternehmen eingebunden werden, die Ihrem spezifischen Bedarf an Personal entsprechen.

  • Verzahnung mit Entwicklungsaktivitäten
    Durch die Kontaktaufnahmen und Gespräche in Bezug auf Personal können sich auch gemeinsame Projekte im Bereich Entwicklungskooperationen ergeben.

  • Persönliche Erstgespräche
    mit Lehrstuhlinhabern sollten Geschäftsführer oder oberes Management durchführen, um die Bedeutung des Anliegens zu demonstrieren

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