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1. Chancen und Potenziale

Eine an den Unternehmenszielen orientierte Personalarbeit, die ein hohes Maß an qualitativen und strategischen Bestandteilen enthält, ist in vielen kleinen und mittleren Unternehmen nicht selbstverständlich. Hier stehen oft verwaltende Aufgaben im Vordergrund. In vielen Fällen ist diese Form der Personalarbeit auch vollkommen ausreichend.

Unter veränderten Bedingungen kann jedoch eine Neuausrichtung notwendig sein. Das gilt beispielsweise, wenn schnelle Marktveränderungen eine rasche Anpassung der Kompetenzen erfordern oder ein Mangel an fähigen Nachwuchskräften eine Intensivierung der Personalbeschaffung notwendig macht.

Kompetenzmanagement ermöglicht es, die Fähigkeiten und Fertigkeiten im Unternehmen zu beschreiben und transparent zu machen. Es stellt sicher, dass sich der Transfer, die Nutzung und Entwicklung der Kompetenzen an den Zielen des Unternehmens und der Mitarbeiter orientiert. Damit leistet Kompetenzmanagement einen Beitrag dazu, dass die erforderlichen Kompetenzen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

Zugeschnittene Qualifizierungsmaßnahmen

Für kleine und mittlere Unternehmen geht damit ein wichtiger Vorteil einher. Mit einem Kompetenzmanagement können geeignete Qualifizierungsmaßnahmen exakt ausgewählt und zugeschnitten werden. Anstatt den Mitarbeitern ein breites Set an Maßnahmen anzubieten, aus denen sie wählen können, wird gemeinsam mit ihnen vereinbart, welche Qualifizierungen sinnvoll sind. Ein Vorbeiqualifizieren ist somit ausgeschlossen – die Personalentwicklung wird zielgerichtet. Das spart Zeit und Geld.

Darüber hinaus ermöglicht die Transparenz über vorhandene und benötigte Kompetenzen eine enge Verzahnung von Lern- und Arbeitsprozessen. Das ist nicht nur besonders effektiv. Indem auf teure externe Qualifizierungsmaßnahmen verzichtet werden kann, werden erneut Ressourcen eingespart.

Flexible Organisation

Insgesamt entsteht eine Organisation, die sich laufend zukunftsorientiert weiterentwickelt und sich flexibel wechselnden Anforderungen anpasst. Unternehmen können zunehmend komplexe und unwägbare externe und interne Rahmenbedingungen besser steuern und kontrollieren. Durch die enge Orientierung an den Unternehmenszielen lassen sich Maßnahmen der Personalentwicklung mit Maßnahmen der Organisationsentwicklung effektiv verbinden. So können Veränderungsprozesse effektiv und effizient erfolgen.

In Bezug zum Fachkräftemangel bedeutet das in erster Linie folgendes:

  • Fehlende Kompetenzen werden frühzeitig entdeckt und verortet
  • Es bleibt ausreichend Zeit für die Besetzung absehbarer Vakanzen
  • Personalbeschaffung und -auswahl werden fokussierter
  • Qualifizierung wird Ziel gerichteter und arbeitsbezogener, damit entsteht eine stärkere Unabhängigkeit vom externen Arbeitsmarkt
  • Mit der Transparenz über vorhandene Kompetenzen entsteht eine gute Grundlage für den Erfahrungstransfer ausscheidender Mitarbeiter
  • Ein Unternehmen, welches in die zielgerichtete Qualifizierung seiner Mitarbeiter investiert, wird als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen

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