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2. Kompetenzmanagement

In der Praxis gibt es viele Kompetenzmanagementansätze und Kompetenzmodelle, die sich zum Teil nur graduell unterscheiden. Allen gemein ist jedoch der Kompetenzbegriff. Kompetenzen sind alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die einen Mitarbeiter in vertrauten wie ungewohnten Situationen entscheidungs-, handlungs- und somit leistungsfähig machen.

Der Wertschöpfungsbeitrag eines Beschäftigten ergibt sich nicht durch den Nachweis schulischer Prüfungen. Vielmehr ist das Bewältigen realer Aufgaben entscheidend für den beruflichen und unternehmerischen Erfolg. Neben Wissen sind es gerade persönliche und soziale Fähigkeiten, die für den betrieblichen Alltag zunehmend wichtiger werden. Diese Fähigkeiten und Potenziale entziehen sich häufig der direkten Beobachtung. Um sie zu erfassen, ist eine analytische Vorgehensweise notwendig.

Kompetenzmodelle dienen der Systematisierung von Kompetenzen und unterscheiden sie nach den Bereichen, in der sie ihre Wirkung entfalten. Darüber hinaus erfassen sie immer die Dimensionen Können, Wollen und Wissen. Kompetenzmodelle müssen immer unternehmensspezifisch ausgewählt und angepasst werden. Eine typische Systematik gibt die folgende Abbildung wieder.

Beispiel eines typischen Kompetenzmodells

Kompetenzmanagement bedeutet, dass Fragen der Kompetenzentwicklung systematisch bearbeitet und auf ihren Erfolg hin kontrolliert werden. Es handelt sich somit um ein Managementsystem, welches aus Methoden besteht, um betrieblich notwendige und wünschenswerte Kompetenzen zu erfassen und zu systematisieren oder um vorhandene Kompetenzen der Mitarbeiter festzustellen und abzugleichen. Des Weiteren entwickelt ein zielgerichtetes Kompetenzmanagement die Mitarbeiter weiter und kontrolliert den Erfolg der Qualifizierungsmaßnahmen.

Kompetenzentwicklung erfolgt immer in enger Verbindung mit der Unternehmensstrategie. Was sind kritische Herausforderungen und wo wollen wir hin? Antworten auf diese Fragen haben auch immer Einfluss auf die benötigten Kompetenzen. Diese können mit Hilfe eines Kompetenzmanagements systematisch erfasst und in Form von Entwicklungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Dimensionen von Kompetenzentwicklung

Sowohl für eine effiziente Personalentwicklung, als auch für die Gestaltung von Veränderungsprozessen ist ein weiterer Aspekt des Kompetenzmanagements hervorzuheben. Kompetenzmanagement ermöglicht eine enge Verzahnung von Fragen der Personalentwicklung mit Fragen der Organisationsentwicklung. Insgesamt verortet sich Kompetenzmanagement zwischen den Dimensionen Unternehmensstrategie, Personal- und Organisationsentwicklung (vgl. Abbildung unten).

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