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6. Praxistipps

Der Begriff strategisches Kompetenzmanagement deutet bereits an, dass eine enge Kopplung mit der Strategie grundlegend ist. Je klarer die Vorstellungen über die derzeitige und künftige Marschrichtung eines Unternehmens, desto treffsicherer sind die Prognosen über benötigte Kompetenzen und desto effizienter sind die darauf aufbauenden Maßnahmen.

Verantwortlichkeiten und Kompetenzaufbau

Darüber hinaus ist dafür zu sorgen, dass Verantwortlichkeiten klar sind und eine entsprechende Kompetenz auf diesem Gebiet vorhanden ist. Häufig greifen Unternehmen bei der Einführung eines Kompetenzmanagementsystems auf die Expertise externer Berater zurück.

Für den weiteren Verlauf ist es jedoch wichtig, dass ein Kompetenzaufbau bei den Beteiligten erfolgt. Kompetenzmanagement ist ein lernendes System, das auf eine kompetente Begleitung angewiesen ist. Zudem läuft die Einführung eines Kompetenzmanagementsystems häufig darauf hinaus, dass Personalverantwortliche verstärkt in qualitative und strategische Aufgaben eingebunden werden.

Somit müssen in aller Regel geeignete Entwicklungsmaßnahmen für Führungskräfte und Personalverantwortliche angeboten werden. Ein positiver Nebeneffekt besteht darin, dass auf diese Weise wichtige Promotoren gewonnen werden können und fähige Ansprechpartner für die Belegschaft vorhanden sind.

Einbindung der Mitarbeiter

Ein besonders wichtiger Punkt betrifft die Kommunikation an die Mitarbeiter und ihre Einbindung. Bereits vor der Einführung ist dafür zu sorgen, dass den Mitarbeitern Zielen, Nutzen und Inhalte des Kompetenzmanagements bekannt sind. Darüber hinaus eignet sich nahezu jeder Schritt, um Mitarbeiter und Führungskräfte aktiv einzubinden.

Bei Bürkert wurden beispielsweise die Rollenprofile in gemeinsamen Workshops mit Führungskräften und Mitarbeitern der verschiedenen Unternehmensprozesse erarbeitet. Aber auch für die Untersuchung strategisch wichtiger Geschäftsfelder oder der Entwicklung eines Kompetenzkatalogs bietet sich ein vergleichbares Vorgehen an.

Letztlich entfaltet ein Kompetenzmanagement erst mit der Zeit vollends seine positiven Wirkungen. Somit sind Prozess- und Ergebniskontrolle und die darauf aufbauende Veränderung des bestehenden Systems besonders wichtig. Nicht nur, um das Kompetenzmanagement an die vorhandenen Strukturen anzupassen, auch weil es sich gemeinsam mit dem Unternehmen weiterentwickeln muss. Insbesondere müssen Änderungen in der Strategie berücksichtigt und Rollenprofile regelmäßig angepasst werden. Im Unternehmen muss dafür ein klar definierter Prozess bestehen, der eine Aktualisierung sicherstellt.

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