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5. Kennzahlenmethode

Bei der Kennzahlenmethode wird der Personalbedarf über den Zusammenhang von einer bestimmten betrieblichen Größe mit dem entsprechenden Personaleinsatz ermittelt. Ist dieser Zusammenhang stabil und treten keine Strukturbrüche auf, kann eine gute und objektive Schätzung erfolgen.

Diese Methode ist leicht anwendbar und eignet sich für bereichsspezifische und unternehmensweite Prognosen. Sie ermöglicht weiterhin inner- und zwischenbetriebliche Vergleiche. Zudem können die Kennzahlen als Instrument genutzt werden, um die Produktivität kontinuierlich zu erhöhen.

  1. Identifikation eines Zusammenhangs Es muss eine Einflussgröße gefunden werden, die unmittelbar mit dem benötigten Personal zusammenhängt. Das ist der wichtigste und auch der schwierigste Teil des Verfahrens. Mitunter ist es nötig, sich für verschiedene Bereiche oder Berufsgruppen auch unterschiedliche Kennzahlen zu überlegen. Die notwendigen Daten sind meist schon in anderen Unternehmensplänen enthalten.
    Die Zahl der benötigten Vertriebsmitarbeiter kann beispielsweise anhand des Pro-Kopf-Umsatzes bemessen werden. Bei den Produktionsmitarbeitern bietet sich möglicherweise eine Bemessung gemäß der Arbeitsproduktivität an.

  2. Formulierung des Zusammenhangs als Kennzahl
    Ist ein aussagekräftiger Zusammenhang gefunden, wird dieser im Anschluss als Kennzahl formuliert. Zum Beispiel: Zahl der Kunden : Stelleninhaber oder Umsatz: Beschäftigte

  3. Feststellen des bisherigen Entwicklungstrends der Einflussgröße
    Nun wird untersucht, wie sich der Zusammenhang bisher entwickelt hat. Ist beispielsweise ein durchschnittliches Produktivitätswachstum von 5% pro Jahr zu verzeichnen, kann mithilfe einer Arbeitsproduktivitätskennzahl der benötigte Personalbedarf bestimmt werden.

  4. Fortschreiben des Trends bis zum gewünschten Planungszeitpunkt
    Nun wird die Entwicklung der Einflussgröße bis zum festgelegten Planungszeitpunkt fortgeschrieben. In dem genannten Beispiel würde es bedeuten, dass die Produktivität in drei Jahren 15% über dem jetzigen Wert liegt, ein jährliches Produktivitätswachstum von 5% vorausgesetzt. Alternativ kann auch eine erwünschte Ausprägung der Kennzahl als Zielvorgabe genutzt werden. Beispielsweise kann anhand eines bestimmten Umsatzes oder einer als optimal eingeschätzten Kundenzahl der dafür benötigte Personalbedarf berechnet werden.

  5. Berechnung des Personalbedarfs
    Abschließend wird der Gesamtbedarf an Personal anhand der aufgestellten Formel berechnet. Für den Fall Arbeitsproduktivität= Umsatz:Beschäftigte würde die Berechnung wie folgt aussehen: Brutto-Personalbedarf= Künftiger Ertrag: Geschätzte Arbeitsproduktivität

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