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4. Marketingplan

Der Marketingplan befasst sich mit der Frage, welche Zielgruppen mit welchen Informationen angesprochen werden sollen. Dabei geht es nicht nur um eine Selektion der Inhalte, sondern auch um deren Bewertung: Was möchten wir in den ersten zehn Sekunden beim potenziellen Bewerber bewirken? Welche Informationen soll der Betrachter zuerst "aufschnappen"?

Alltägliches und Floskeln sollten in Anzeigen möglichst vermieden werden, wie:

  • Formulierungen und Inhalte: der Mensch steht im Mittelpunkt, innovatives Unternehmen, Marktführer oder die bloße Auflistung von Umsatzzahlen.
     
  • Grafische Elemente: die Darstellung junger Anzugträger vor Flipcharts, Bilder vom Tauziehen oder dem Erklimmen eines Berges.
     

Grundregeln: Strategisches Personalmarketing und Employer Branding

Es gibt einige Grundregeln für Maßnahmen des Personalmarketings und Employer Brandings. Diese gelten unabhängig von den Zielgruppen, den Inhalten und auch unabhängig von den Marketinginstrumenten, die genutzt werden. Die folgende Übersicht stellt die acht wichtigsten Eckpunkte dar.

  1. Glaubwürdig
    Die oberste Regel für ein effizientes Personalmarketing lautet: So authentisch, wie möglich. Es darf nur das vermarktet werden, was auch da ist und es muss auf den ersten Blick erkennbar sein, um welches Unternehmen es sich handelt.

  2. Einheitlich
    Damit eine Arbeitgebermarke aufgebaut werden kann, müssen alle Beschaffungs- und Marketingmaßnahmen aus einem Guss sein – gestalterisch und inhaltlich. Das ist umso wichtiger, je mehr Medien man zur Personalbeschaffung nutzt.

  3. Informativ
    Je mehr Informationen zu Unternehmen, Tätigkeitsbereichen und Leistungen für die Mitarbeiter angeboten werden, desto besser. Denn was nützen gute Arbeitsbedingungen, wenn keiner davon weiß? Doch mit steigender Informationsfülle,  wird eine klare Strukturierung der Inhalte unverzichtbar.

  4. Zielgruppenspezifisch
    Jede Zielgruppe legt auf andere Inhalte wert. Und nicht nur die Themen, auch die Medien zur Ansprache können sich gravierend voneinander unterscheiden.

  5. Frühzeitig und strategisch
    Der Rekrutierungserfolg ist dann am größten, hat ein Unternehmen ausreichend Zeit, um die Personalbeschaffung zu planen. Dies ist nur möglich, wenn man den Personalbedarf mittel- und langfristig aus der Unternehmensstrategie ableiten kann.

  6. Ansprechend
    Jede Personalmarketingaktivität wird zuerst auf emotionale Art wahrgenommen. Darum ist ein zielgruppenspezifischer Sprachgebrauch und die Nutzung ansprechender Grafiken und Slogans besonders wichtig – auch vor dem Hintergrund der Wiedererkennung.

  7. Innovativ
    Marketingaktivitäten sollten so innovativ, wie möglich sein, um nicht in der Masse unterzugehen. Bedeutsam sind dabei Web 2.0 Anwendungen. Aber auch herkömmlich Medien, wie die klassische Printanzeige, lassen sich neuartig gestalten.

  8. Eingebettet
    Das Personalmarketing ist eng verbunden mit anderen personalpolitischen Funktionsbereichen und Unternehmensprozessen, angefangen von der Unternehmensstrategie über den Bereich der Arbeitsgestaltung bis hin zur Personalentwicklung.

Neu: RKW Magazin 1/2016

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