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1.3 Praxisbeispiel: Teilzeitausbildung

Die C GmbH (6 Mitarbeitende) gehörte zu den Einzelhandelsbetrieben, die ihre Ausbildungsaktivitäten nach schlechten Erfahrungen eingestellt hatten.

Mitte 2007 jedoch sprach ein Mitarbeiter eines gemeinnützigen Vereins, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen durch individuelle Maßnahmen und Förderung berufliche Perspektiven zu eröffnen, den Arbeitgeber an, ob er nicht bereit wäre, einer jungen Mutter aus der Region eine Ausbildung in Teilzeit anzubieten. Nach einem kurzen Kennenlernpraktikum entschloss sich der Betrieb, die junge Mutter in Teilzeit auszubilden.

Ablauf der Teilzeitausbildung

Konkret bedeutet das, dass die Auszubildende den Betrieb bereits um 16 Uhr verlässt, statt um 18:30 Uhr wie ihre Kollegen und Kolleginnen. Die Berufsschule besucht sie wie Vollzeit-Auszubildende an zwei Tagen in der Woche.

Der Betrieb zahlt eine entsprechend der Arbeitszeit verringerte Ausbildungsvergütung, die über Mittel aus der Berufsausbildungsbeihilfe der Arbeitsagentur aufgestockt wird. Gibt es Probleme mit der Kinderbetreuung, ist das Unternehmen bereit, die Mutter freizustellen. Im Gegenzug arbeitet diese gern auch mal länger, wenn es erforderlich ist.

Leistungsbereitschaft und Flexibilität

Der Betrieb ist nach den negativen Erfahrungen in früheren Ausbildungsgängen von der Leistungsbereitschaft und Flexibilität der Auszubildenden überzeugt. Eine Übernahme nach Ausbildungsende wird vom Betrieb angestrebt.

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