Erstellt von:

2.1 Praxisbeispiel: Zeit-Wert-Konten

Im Jahre 2004 wurden bei der E AG (1700 Mitarbeiter am Stammsitz) äußerst variable Zeit-Wert-Konten eingeführt, die eine lebensphasengesteuerte Arbeitszeitgestaltung unterstützen und ermöglichen sollen.

In das Zeit-Wert-Konto wird von den Beschäftigten eine bestimmte Menge (unterschiedlich für Produktion und Entwicklung) an Mehrarbeitszeit überführt und in Geld umgewandelt (Brutto für Netto). Dieses Geld geht in einen externen Fonds, der zusammen mit dem Betriebsrat ausgewählt wurde.

Der/die Beschäftigte kann nach einer gewissen Zeit selbst entscheiden, wie er das angesparte Geld nutzen möchte. So kann er/sie das Geld für eine bezahlte Freistellungsphase (Auszeit, Weiterbildung etc.), für eine befristete Verkürzung der Wochenarbeitszeit, für einen früheren Eintritt in die Rente, für eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit vor der Rente oder aber für eine zusätzliche Rente verwenden. Steuern und Sozialabgaben fallen erst bei Auszahlung an.

Die Beschäftigten befinden sich zurzeit noch alle in der Ansparphase, bislang sind noch keine Freistellungsphasen umgesetzt worden. Aktuell liegen 20 Anträge auf Durchführung eines Sabbaticals vor, die in diesem Jahr auch noch von den Antragstellern in Anspruch genommen werden.

Neu: RKW Magazin 1/2016

Druckfrisch: Das neue RKW Magazin zum Thema Azubimarketing ist erschienen.

Mut zur Vielfalt

Service

zum Fachkraefte-Blog