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1. Analyse der Altersstruktur

Ältere Beschäftigte bilden keine einheitliche Gruppe. Es erfordert eine gründliche Analyse der Beschäftigtengruppe, um der Unterschiedlichkeit der Zielgruppe für passgenaue Maßnahmen der Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung (Weiterbildung, Karrierewege) gerecht zu werden. Sie ist auch für die Personalplanung unverzichtbar.

Erheben der Altersstruktur nach Funktionsgruppen

Der Altersaufbau stellt sich je nach betrieblichen Funktionsbereichen und Berufsgruppen oft sehr unterschiedlich dar (zum Beispiel von Jüngeren dominierte gewerbliche Bereiche, Dominanz älterer Beschäftigter in Ingenieursabteilungen). Daher variiert der personalpolitische Handlungsbedarf, etwa im Hinblick auf Arbeitsgestaltung und Wissenstransfer.

Eine einfache und mit Hilfe der Personalabteilung sehr schnell zu erstellende Altersstrukturanalyse ermittelt den aktuellen Anteil der über 50-jährigen in den jeweiligen Funktionsgruppen.

Erfassen der Entwicklungsdynamik im Altersaufbau

Umfassende Alterstrukturanalysen nehmen alle Altersgruppen in den Blick. Auf dieser Basis sind Prognosen über Ihre künftigen Altersstrukturen im Unternehmen möglich. Ein Beispiel: die Ingenieure, die heute (2008) 40 bis 50 Jahre alt sind, werden im Jahre 2025 der Altersgruppe 57 bis 67 angehören (siehe Instrument Altersstrukturanalysen).

Solche Daten dienen der rechtzeitigen Planung der Personalpolitik und helfen bei der Beantwortung von Fragen wie: Wann und in welchem Umfang muss aufgrund von Verrentungen Nachwuchs gesichert werden? Wann stehen intensive Maßnahmen zur Gesundheitsförderung an? Wann und wie sollten Karrierepfade erschlossen werden?

Weitreichende Analysen für ausgewogene Strukturen

Insgesamt gilt: Die Altersstrukturanalysen sollten, damit sie weitreichend genug sind, über die Gruppe der Älteren hinaus alle Altersgruppen umfassen. Denn es geht mit Blick auf die personalpolitische Strategiefähigkeit ihres Unternehmens um die Gestaltung des Verhältnisses der Generationen zueinander. Es ist der schleichende Prozess der Alterung, der Antworten verlangt.

Am günstigsten für Ihr Unternehmen sind ausgewogene Altersstrukturen, weil typische Stärken älterer, mittelalter und jüngerer Beschäftigter kombiniert werden können. Die Gefahr, dass mit "einem Schlag" durch Verrentung eine große Zahl von Leistungsträgern ausscheidet, wird ebenfalls vermieden. In Anbetracht der demografischen Entwicklung wird dies zukünftig schwieriger zu realisieren sein.

Auwand für Altersstrukturanalysen

Für die Altersstrukturanalysen ist bei mittleren Betrieben je nach Umfang ein Zeitaufwand von zwei Stunden bis zu zwei Arbeitstagen zu veranschlagen. Die Erhebung eines einfachen IST-Standes, der die Anzahl und den Anteil der über 50-jährigen in den betrieblichen Funktionsgruppen erfasst, kann auf Basis der Personaldaten innerhalb von etwa zwei Stunden erfolgen.

Sollen zukünftige Entwicklungen in den Altersstrukturen erfasst werden, dann sind ausführlichere Berechnungen erforderlich, die bis zu zwei Tage in Anspruch nehmen.

Ein leicht handhabbares Online-Angebot zur Analyse der Alterstruktur findet sich unter www.perso-net.de.

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