3. Job Enlargement
Beim Job Enlargement wird der Tätigkeitsbereich der betroffenen Mitarbeiter um Tätigkeiten mit gleichem Anforderungsniveau erweitert. So bekommt der Beschäftigte einen höheren Arbeitsspielraum, während der Entscheidungsspielraum gleich bleibt.

Nutzen und Stärken
Dieser Ansatz dient dazu, monotone Tätigkeiten und die daraus folgende Ermüdung zu verringern. Weitere positive Effekte sind:
Größerer Einblick in den Wertschöpfungsprozess
Stärkere Identifikation mit dem Produkt
Geringere Abhängigkeit der Beschäftigten untereinander
Fachbezogene Kenntnisse und Fähigkeiten werden entwickelt
Einseitige Spezialisierungen werden vermieden
Vertretungsmöglichkeiten und Einsatzflexibilität werden verbessert
Mehr Bewegungsfreiraum
Höhere Motivation
Praxisbeispiel

Konkret kann Job Enlargement bedeuten: Ein Mitarbeiter in der Montage setzt anstelle einer Baugruppe ein komplettes Produkt zusammen.
Praxistipps
Diese Form der Arbeitsplatzgestaltung ist in der Regel leicht zu organisieren. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die Arbeitsaufgaben, die erweitert werden sollen, nicht zu komplex sind. Denn dann müssen nur wenig fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten im Vorfeld vermittelt werden.
Aber Vorsicht: In einigen Fällen hat sich gezeigt, dass Beschäftigte die neuen Aufgaben nur als Aufgabenverdichtung wahrnehmen, wenn sie kein höheres Entgelt erhalten.

