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4. Job Enrichment

Job Enrichment meint, dass der Aufgabenbereich um höherwertige Tätigkeiten erweitert wird. Das kann bedeuten, dass der Mitarbeiter auch Tätigkeiten übernimmt

  • Die ein selbständiges Planen erfordern

  • Die Qualitätskontrolle oder den Bereich der Wartung beinhalten

  • Die die Koordination zu Schnittstellen betreffen

  • Die den Entscheidungsspielraum erweitern

Nutzen und Stärken

Der Mitarbeiter bekommt mehr Eigenverantwortung und einen größeren Handlungsspielraum übertragen. In der Praxis sind die Grenzen zwischen Job Enlargement und Job Enrichment fließend.

Je stärker ein Arbeitsplatz jedoch mit höherwertigen Tätigkeiten angereichert wird, umso deutlicher wirken sich die positiven Effekte aus (Siehe Job Enlargement). Die Konzepte steigern insbesondere Eigeninitiative, Motivation und Lernbereitschaft der Beschäftigten: Fördern durch Fordern.

Praxisbeispiel

Konkret kann eine Maßnahme der Arbeitsanreicherung darin bestehen, dass ein Produktionsmitarbeiter nicht nur ein Werkstück herstellt, sondern es auch auf seine Funktionalität prüft.

Praxistipps

Den Aufgabenzuschnitt um höherwertige Tätigkeiten zu erweitern, ist schwieriger als das Job Enlargement:

  • Die neuen Tätigkeiten sollten sich dringend an den Kompetenzen der betroffenen Mitarbeiter orientieren. Außerdem sollten die Angestellten umfangreich weitergebildet werden. Berücksichtigen Unternehmen diese Dinge nicht, können sie ihre Beschäftigten schnell überfordern, anstatt sie zu fördern.

  • Nur wenn die Vorgesetzten in der Lage sind, Aufgaben zu delegieren und Verantwortung abzugeben, funktioniert der Ansatz „Job Enrichment“. Gelingt dieser Prozess, gewinnt die Führungskraft Freiräume für andere Aufgaben. Aus diesem Grund ist Job Enrichment gerade für flache Hierarchien geeignet.

  • Mitarbeiter, die zusätzliche, höherwertige Tätigkeiten ausführen, erhoffen sich häufig eine Aufgruppierung. Doch wenn das Entgelt nicht erhöht werden kann, wirken die neuen Aufgaben eher demotivierend. Ist eine Entgeltsteigerung möglich, können die neuen Tätigkeiten einen (befristeten) Ersatz für einen hierarchischen Aufstieg darstellen.

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