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1. Chancen und Potenziale

Maßnahmen des Wissens- und Erfahrungstransfers zielen in erster Linie darauf ab, das Wissen der Älteren im Betrieb zu halten und den jüngeren Kollegen zugänglich zu machen. Neben dem expliziten Wissen, das abgefragt und schriftlich fixiert werden kann, geht es hier insbesondere um das erfahrungsgeleitete implizite Wissen der Mitarbeiter. Dieses implizite Wissen ist den Beschäftigten nicht bewusst und lässt sich deshalb nur im Arbeitsvollzug oder mit speziellen Fragetechniken an die Oberfläche befördern.

Bedeutung des verdeckten Wissens

Die Bedeutung des verdeckten Wissens wird schnell deutlich: Ein neuer Mitarbeiter, der einen Fehler an einer Maschine entdeckt, wird eine umfassende Fehleranalyse durchführen. Sein Kollege, der schon lange im Betrieb ist, weiß hingegen, was in diesem Fall genau zu tun ist.

Deshalb ist dieses Wissen nicht nur besonders wichtig, es ist auch deutlich umfassender als das explizite Wissen. Ohne spezifische Vorkehrungen verlässt das implizite Wissen den Betrieb, sobald der Wissensträger geht. Die folgende Abbildung verdeutlicht die Verteilung von impliziten und expliziten Wissen.

Der Eisberg der Wissensformen

Das Erfahrungswissen ist zudem für die Innovationsfähigkeit wichtig. Denn nur wenn das Erfahrungswissen der Älteren mit dem frischen Fachwissen der Jüngeren kombiniert wird, stehen die Chancen gut, neuartige Produkte und Lösungswege zu entwickeln. Gerade die Kombination der Stärken von Alt und Jung ist häufig Quell kreativer Ideen.

Mit den folgenden Instrumenten lassen sich Vorkehrungen treffen, um mit alternden Belegschaften dauerhaft innovationsfähig zu bleiben. Außerdem tragen die Maßnahmen dazu bei, dass sich die Stärken der älteren und jüngeren Mitarbeiter optimal ergänzen und neue Kollegen effizient eingearbeitet werden.

Die Lernprozesse lassen sich an die jeweiligen Voraussetzungen der Mitarbeiter anpassen und führen meist zu schnellen Lernerfolgen. Darüber hinaus können die Beschäftigten durch das Erfahrungswissen der älteren Kollegen nahezu kostenlos weitergebildet werden. So können ältere Mitarbeiter sinnvoll eingesetzt werden, auch wenn sie nur noch eingeschränkt ihrer regulären Tätigkeit nachgehen können. Letztlich profitiert von diesen Maßnahmen also der gesamte Betrieb.

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